...eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt
beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt.
Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für
benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen – insbesondere in den Ländern
des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger
Entwicklung.
Weltläden entstanden als Reaktion auf die systematische Benachteiligung der
sog. „Dritten Welt“ durch die internationalen Handelsstrukturen.
Es waren vorwiegend Jugendliche durch deren Engagement die ungerechten
Wirtschaftsbeziehungen zwischen Nord und Süd in den Blickpunkt des Interesses
rückten. Vor allem entwicklungspolitische, kirchliche und soziale Gruppen
setzten sich in den 60er Jahren immer stärker für den fairen Handel ein. 1969
wurde der erste Weltladen in den Niederlanden eröffnet und 1973 gab es dann
den weltweit ersten fair gehandelten Kaffee zu kaufen.
Anfang der 70er Jahre begann auch Deutschland, sich am fairen Handel zu
beteiligen. Seitdem hat sich viel getan. Es gibt nicht nur Kaffee sondern auch
Tee, Kakao, Trockenfrüchte, Kunstgewerbe, ... zu kaufen. Ab Anfang der 90er
Jahre wurden dann auch Zusammenschlüsse der Importorganisationen und
Siegelorganisationen zur Zertifizierung und Kontrolle der Produkte gegründet.
Heute werden allein in Deutschland in über 800 Weltläden und mittlerweile auch
27.000 Supermärkten fair gehandelte Produkte angeboten.
Kurz nach der Wende waren es zunächst einige engagierte Aktivisten, die auf
die Probleme der Dritten Welt aufmerksam gemacht haben.
1993 konnte dann ein kleiner Laden innerhalb der Caritas-Kindertagesstätte im
Dessauer Norden eröffnet werden. Eingeschränkte Öffnungszeiten und die
ungünstige Lage inmitten eines Wohngebietes führten trotz anfänglichem Erfolg
1999 dazu, dass der Laden geschlossen werden musste.
Durch die Agenda 21 Initiative „Fairer Handel in Dessau“ gab es kurze Zeit
später zum Glück den nötigen Aufschwung und so konnte der Laden im Zentrum der
Stadt, d.h. in der Friedrich Naumann Straße, neu eröffnet werden. Doch auch
hier fehlte die so nötige Laufkundschaft.
Anfang 2001 erfolgte dann der Umzug in das Schwabehaus. Dieses renovierte
Fachwerkhaus versteht sich als Vereinshaus und beherbergt verschiedene Vereine
und Initiativen. Seit der Neueröffnung des Ladens gehen die Umsatzzahlen
stetig nach oben.