5. Ausgabe
Oktober 2006
 

In dieser Ausgabe:

Porträt 2
  » Hilfe für Tutajew (Russland)
» Jugendmigrationsdienst der Stiftung
    Evangelische Jugendhilfe St. Johannis
 
  ●   Eine-Welt-Bericht 4
  » Sri Lanka - Trauminsel im Kriegszustand
» Der aktuelle Nah-Ost-Konflikt
 
 
●  Politik & Meinung
» Alle drei Sekunden …
6
●  Pinnwand 9
     
 

 

●  Berichte aus der Region
» Faire Woche im September 2006
» Ökumenische Friedensdekade
» Vorweihnachtliche Welt
» Eine Welt Netzwerkarbeit im LSA
●  Gedanken / Gedenktage 12
●  Eine Welt Produkte
» Geschenke aus Speckstein
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●  Tipps & Termine 17
●  Kontakte 20  
●  Redaktion

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Porträt

Hilfe für Tutajew (Russland)

Die Partnerschaftsaktion Ost des Bistums Magdeburg fördert Hilfsprojekte für bedürftige Menschen in Osteuropa, so z. B. in Russland. Eines dieser Hilfsprojekte unterstützt in der russischen Stadt Tutajew die „Hilfsorganisation für kinderreiche Familien - SemJa“ und das orthodoxe Gymnasium.
Hier in Dessau wird dies durch die katholische Propstei St. Peter und Paul mit unterstützt.
Die Stadt Tutajew liegt ca. 300 km nordöstlich von Moskau beidseitig an der Wolga.
Im vergangenen Jahr war eine Gruppe aus Dessau nach Russland gefahren, um bestehende Kontakte in Tutajew aufzufrischen und Hilfe zu bringen. Damals wurde über die Weiterführung von Projekten nachgedacht, so z. B. auch über die Möglichkeit, Lehrern aus Tutajew eine Bildungsreise zur Verbesserung der Sprachkenntnisse zu finanzieren. Der Gedanke nahm Gestalt an, als in der Messe der katholischen Propstei St. Peter und Paul in Dessau am Gründonnerstag die Kollekte speziell für die Unterstützung der Partnerschaftsaktion Ost des Bistums Magdeburg gesammelt wurde.
Im Juni 2006 kam eine Gruppe aus Tutajew zu Besuch in Dessau, darunter waren auch zwei Deutschlehrerinnen, die am Beispiel des Liborius-Gymnasiums Dessau und einer Grund- und Sekundarschule das deutsche Bildungssystem kennen lernen sollten. Es standen Unterrichtsbesuche in verschiedenen Klassenstufen und Fächern an. Besonderes Interesse fand der Deutschunterricht, daneben auch Religion, Ethik und natürlich der Russischunterricht.
An einem Sonnabend nach der Abendmesse gestalteten die russischen Gäste im Gemeindezentrum der Propstei in Dessau einen Begegnungsabend. Eine Sängerin aus dem Folkloreensemble „Balaguscha“, welches bereits vor zwei Jahren in Dessau war, sang russische Volkslieder. Nach dem gemeinsamen Abendessen, das die Gäste vorbereitet hatten, kam es zu herzlichen und interessanten Begegnungen und Gesprächen.
Ein Besuchsnachmittag führte die Gäste auch nach Oranienbaum. Hier wartete der Seniorenkreis der katholischen Pfarrvikarie Christkönig mit Kaffee und Kuchen auf. Ein anschließender Rundgang durch die Stadt und den Park des Schlosses Oranienbaum rundete den Tag ab.
Hilfe in Form der Bildungsreise für die beiden Lehrerinnen war der eine Teil des Projektes.
Der andere Teil lag in der Unterstützung der Propstei St. Peter und Paul Dessau und der Pfarrvikarie Christkönig Oranienbaum für die „Hilfsorganisation für kinderreiche Familien - SemJa“ in Tutajew.
Wir hatten überlegt, wie man hier helfen kann. Dabei kam die Idee, für 60 Schulanfänger der kinderreichen Familien in Tutajew die Erstausstattung mit Schulranzen und Federetui zu finanzieren. Nach unseren Informationen lag der Preis dafür umgerechnet bei ca. 15 Euro.
Es kamen 65 Umschläge mit Spenden in der Propstei an, die die Reise nach Russland antraten.
Dem Spendenumschlag lag eine Bitte an den Schulanfänger bei, er möchte doch ein Bild von seiner Einschulung nach Dessau senden. Vielleicht wird in den Gemeinderäumen eine Tafel gestaltet werden, auf der diese Bilder gezeigt werden.
Außerdem wurde eine Spende von 500 Euro für das orthodoxe Gymnasium in Tutajew übergeben.

Kontakt und weitere Informationen:

Jochen Lüderitz

Dr. Gerhard Nachtwei, Propstei St. Peter und Paul, Zerbster Str. 48, Tel: 0340 / 26076-0

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Porträt

Unterstützung und Begleitung von zugewanderten Jugendlichen durch den Jugendmigrationsdienst der Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis


Sprache ist der Schlüssel für das Tor zur Integration. Aber ob es durchschritten wird und die Integration gelingt, ist eine ganz andere Frage. Deshalb gibt es Einrichtungen und Projekte, die Zuwanderer und Menschen mit Migrationshintergrund bei der Integration begleiten und unterstützen und sie gleichzeitig aktivieren, sich selber daran zu beteiligen.

Einer dieser Beratungsdienste ist der Jugendmigrationsdienst, der insbesondere jugendlichen Migranten bis zum 27. Lebensjahr unterstützend zur Seite steht. Aber auch MitarbeiterInnen, Institutionen und ehrenamtliche Initiative, die für MigrantInnen relevant sind, und die einheimische Bevölkerung zählen zu den Zielgruppen.

Das Ziel des Jugendmigrationsdienstes ist es, die Integrationschancen (sprachliche, schulische, berufliche, soziale Integration) und die Chancengleichheit für die jungen Menschen zu verbessern und ihre Mitbestimmung und Mitgestaltung zu fördern.

Der Jugendmigrationsdienst in Dessau bietet individuelle Beratung und Begleitung für junge MigrantInnen an, gibt ihnen Orientierungshilfen im Bildungs- und Ausbildungsbereich, übernimmt die sozialpädagogische Betreuung während der Integrationskurse, vermittelt an bedarfsbezogene Dienste und Einrichtungen, arbeitet mit den Eltern der Jugendlichen und verschiedenen Partnern innerhalb der Migrationsarbeit zusammen und organisiert und gestaltet verschiedene Gruppenangebote. So gibt es beispielsweise eine Mädchengruppe, eine Englischgruppe sowie eine Kreativgruppe, in denen zugewanderte und einheimische Jugendliche sich treffen, gemeinsam lernen, spielen und gestalten. Darüber hinaus führt der Jugendmigrationsdienst in Kooperation mit anderen Einrichtungen Mädchenwochenenden, sportliche Wettkämpfe und erlebnispädagogische Aktionen wie Klettern und Paddeln durch.
Der Jugendmigrationsdienst wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Stadt Dessau finanziert.

Wer die Angebote des Jugendmigrationsdienstes in Anspruch nehmen möchte, wendet sich bitte an:

Susanne Kaufmann
Albrechtsplatz 6
06844 Dessau
Tel: 0340/6612721
Email: jmd-dessau@stejh.de
Internet: www.stejh.de/Integration

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Eine-Welt-Bericht

Zwei eine Welt Berichte sind Berichte aus drei Ländern, in denen Krieg herrscht bzw. die Waffen noch nicht lange niedergelegt wurden und der Frieden noch immer nicht ganz gesichert ist. Haben wir nicht genügend andere Probleme, die es zu lösen gilt, als uns durch Tod und Zerstörung noch mehr Leid zu schaffen?

Sri Lanka - Trauminsel im Kriegszustand

Obwohl niemand offiziell Krieg erklärt hat, leben große Teile der Bevölkerung im Osten und Norden in Camps, vertrieben aus ihren Heimatdörfern durch immense militärische Aktionen, ausgeführt von der Regierungsarmee und der um Unabhängigkeit kämpfenden Minderheitsarmee der LTTE (Liberation of Tamil Tigers Eelam).
Unsere Organisation Handicap International arbeitet für und mit Menschen mit Behinderungen im Osten und Süden Sri Lankas in Langzeitprojekten, um die Situation für behinderte Menschen und ihre Familien zu verbessern. Dies geschieht durch Hilfe zur Selbsthilfe, Training und Aufklärung über Rechte, etc.
Wenn aber eine Notsituation entsteht wie wir sie gerade im Osten und Norden erleben, dann ist das Ziel, dauerhafte Behinderung zu vermeiden, indem wir auch direkte Physiotherapie, orthopädische Hilfsmittel und Grundmittel wie Zelte und Kochequipment bereitstellen.
Als mein Chef mich fragte, ob ich so schnell wie möglich das Team in Trincomalee im Osten Sri Lankas unterstützen könnte, war noch die Rede von 16.000 Flüchtlingen.
Als unser kleines Team 3 Tage später in Kantale ankam, sahen wir Camps mit 63.000 Flüchtlingen. Da keine der Organisationen mit dieser enormen Zahl von Menschen gerechnet hat, war auch keiner wirklich vorbereitet.
Es fehlt an Zelten, medizinischer Versorgung, sanitären Einrichtungen und auch sonst einigem.
Wir fingen sofort an , Patienten zu behandeln, orthopädische Hilfsmittel bereitzustellen und Freiwillige zu trainieren, um soviel Leute wie möglich zu erreichen.
Am Anfang waren wir noch in der Lage, in Trinco zu übernachten, aber nachdem die Sicherheitslage schlechter wurde, haben wir unser Lager in Habarana, einer touristischen Stadt im regierungskontrollierten Gebiet aufgeschlagen.
Und das zeigt wieder das Paradox in diesem wunderschönen Land. Touristen in Tops und Shorts, die keine Ahnung haben, was nur 50 km östlich passiert.
Die schönsten Strände Sri Lankas in Trinco, wo man jeden Nachmittag / Abend die Kämpfe hören kann!
Die Leute in den Camps haben Angst, wissen nicht was in der nahen Zukunft passiert und wo sie hinsollen.
Wir wissen, dass wir nur wenige Menschen erreichen können, denn oft können wir nicht in die Gebiete, wo es am nötigsten ist, da es immer noch gefährlich ist.
Langsam weicht der Optimismus, dass die Situation in Sri Lanka besser wird.

Für Fragen etc:sabinaspitschan@hotmail.com

Sabina Spitschan  

Sabina Spitschan aus Dessau wirkt seit 1 ½ Jahren in Sri Lanka für Handicap International.   

Nepal – ein Land auf dem Weg zum Frieden

Nepal gehört mit seinen ca. 28 Millionen Menschen zu den ärmsten Ländern der Welt. Vier von fünf Nepalesen arbeiten in der Landwirtschaft. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung muss mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Wirtschaftlich liegt das Land am Boden.

In der Hauptstadt Kathmandu leben etwa 1,1 Millionen Einwohner. Im Norden

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finden sich neun der zehn höchsten Berge der Welt, darunter der Mount Everest.
Das Land grenzt an Tibet, der von China annektierten Region, und Indien. Die wichtigste Religion Nepals ist der Hinduismus, dazu bekennen sich etwa 80 Prozent der Bevölkerung.
Bis vor kurzem herrschte König Gyanendra in diesem gebeutelten Land. Sein Vorgänger, sein Bruder Birendra, hatte Nepal 1990 von der absoluten in die konstitutionelle Monarchie geführt. 2001 erschoss aber Kronprinz Diprenda seinen Vater, seine Mutter und andere Mitglieder des Hofstaates. Wenig später beging er Selbstmord. Sein Onkel Gyanendra nahm das Ruder in die Hand. Bis heute ist nicht klar, welche Rolle Gyanendra bei dem Palastmassaker gespielt hat.
Der neue Regent, König Gyanendra, nahm seit seinem Machtantritt 2001 die demokratischen Errungenschaften seines vom Volk geliebten Vorgängers nach und nach zurück. Als Vorwand dazu diente ihm die maoistische Rebellion, die 1995 ausgebrochen, das Ziel hatte, ein kommunistisches System aufzubauen. Mit den Maoisten, die ursprünglich kategorisch die Abschaffung der Monarchie forderten, wurden Friedensverhandlungen geführt, aber zu einem Friedensschluss kam es nie. Vor eineinhalb Jahren brachen die Rebellen die Verhandlungen ab und kündigten den Waffenstillstand auf. Seitdem wurde der seit Jahren schwelende Konflikt wieder extrem blutig und verlustreich - für beide Seiten. Insgesamt sind weit über 10.000 Menschen in den vergangenen Jahren getötet worden.
2002 löste Gyanendra das drei Jahre zuvor gewählte Parlament auf. Im Februar 2005 entließ er dann die eigene Regierung mit der Begründung, sie habe im Konflikt mit den maoistischen Rebellen versagt, d.h. es wurde weder Frieden hergestellt, noch wurden Wahlen durchgeführt. Für die nächsten drei Jahre wollte der König nun selbst die Macht übernehmen. Seit dem galt Pressezensur. Informationsfreiheit gab es genauso wenig wie Versammlungsfreiheit. Parteien waren zwar nicht verboten, aber sie konnten nicht mehr arbeiten. Nur noch ein Zehntel der Polizeistationen war besetzt. Durch von den Maoisten ausgerufene Zwangs- Generalstreiks musste die Bevölkerung die Arbeit niederlegen und erlitt nur noch schlimmere Einbußen, Nahrungsmittelimporte aus Indien blieben aus und verschärften die Notlage. Touristen blieben aus Angst um ihre Sicherheit mehr und mehr weg, womit wichtige Devisen ausblieben. Dem kleinen Land mit der friedlichen und liebenswerten Bevölkerung droht der massive Ruin. Die wenigen Errungenschaften seit 1955 und unter Birendra wurden nach und nach zerstört.
Doch die Menschen ließen sich das nicht mehr gefallen, sieben Monate nach der alleinigen Machtübernahme von König Gyanendra zeigten die sieben großen Parteien Nepals ungewohnte Einigkeit und initiierten breit angelegte Proteste. Tausende gingen auf die Straßen, immer wurden Dutzende, Hunderte festgenommen, von Sicherheitskräften verprügelt oder mit Tränengas verjagt. Während der Proteste sind mehr als 20 Menschen getötet und hunderte verletzt worden.
Nach knapp dreiwöchigen Demonstrationen in Nepal beugte sich König Gyanendra Ende April 2006 den Protesten. Zunächst ohne abzudanken mit der Versprechung, die Regierungsmacht an die Bevölkerung Nepals zu übertragen und schließlich – nach weiteren Protesten – durch endgültiges Einlenken und Wiedereinsetzung des Parlamentes. Dort hat die Opposition mehr als 90 Prozent der Sitze. Innerhalb kurzer Zeit wurde der neue nepalesische Ministerpräsident Koirala gewählt, der König endgültig entmachtet, sowie weitgehende Reformen auf den Weg gebracht.
Das Himalaya-Land, der einzige offizielle Hindu-Staat, wird der Welt wieder zugänglich. Ist das eine neue Chance für das ressourcenarme Binnenland am Rande des Himalaya?

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Nach drei Jahren Verhandlungspause, blutigen Protesten und der weitgehenden Entmachtung des Königs beraten in Nepal nun Maoistenrebellen und die neue Regierung über Frieden und die Zukunft des Landes. Die maoistischen Rebellen in Nepal werden in der künftigen Übergangsregierung des Himalaya-Staates vertreten sein.

 

Politik & Meinung

“Deine Stimme gegen Armut“ Ulrich Schlenker

Alle drei Sekunden…

Leise und doch unüberhörbar: Eines der eindringlichsten Geräusche der letzten Zeit ist das Fingerschnippen. Alle drei Sekunden schnipsen bekannte Finger und erinnern daran, dass in diesem unfassbaren Takt Kinder an den Folgen extremer Armut sterben müssen. Das Schnippen ist im Fernseh- und Kinospot der Aktion „Deine Stimme gegen Armut“ zu hören, mit der VENRO als Dachverband von rund 100 deutschen entwicklungspolitischen Organisationen, Herbert Grönemeyer und befreundete Fachleute aus PR- und Medienbranche gemeinsam die Umsetzung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) fordern. Auch Bono, George Clooney, Xavier Naidoo, Claudia Schiffer, Kylie Minogue, Brad Pitt und andere lassen im Spot ihre Finger sprechen.
Die Präsentation des Spots im März 2005 war der Startschuss für die Aktion „Deine Stimme gegen Armut“, die der deutsche Beitrag zum „Global Call to Action against Poverty“ (GCAP) ist, einer weltweiten Kampagne, die Initiativen in über 80 Ländern verbindet. Immer im Mittelpunkt: Das Weiße Band, Symbol der weltweiten Aktion.
Die zentralen Forderungen der Aktion nach mehr und besserer Entwicklungszusammenarbeit, einem umfassenden Schuldenerlass, gerechtem Welthandel und guter Regierungsführung kann jeder mit seiner Stimme gegen Armut unterstützen. Über Unterschriftenlisten oder E-Postcards auf der Aktions-Webseite kann man sich schnell und unkompliziert daran beteiligen und Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Worthalten auffordern. Die ersten 300.000 Stimmen wurden bereits im September 2005 an den damaligen Kanzler Gerhard Schröder überreicht.
Jetzt läuft die Zeit für 2007: Im Juni des nächsten Jahres findet in Heiligendamm der G8-Gipfel statt. Dort wollen die acht mächtigsten Industrieländer auch über „Armut“ und „Afrika“ sprechen – und sie müssen die Chance nutzen, wegweisende Entscheidungen zu treffen, denn 2007 ist Halbzeit auf dem Weg zur Umsetzung der MDGs bis zum Jahr 2015.
„Deine Stimme gegen Armut“ wird in Heiligendamm vertreten sein. Doch auch bis dahin drängt die Aktion darauf, dass etwas passiert. Dazu nutzt die Aktion Zeitungsanzeigen wie Mitte Juli vor dem G8-Gipfel in Russland als auf Post-it-Zetteln daran erinnert wurde „Frau Merkel, nicht vergessen: Sie haben Ausbildung für alle versprochen.“ Aber auch vor Ort ist „Deine Stimme gegen Armut“ aktiv, zum Beispiel mit der MDG-Torwand mit acht Löchern, die während der Fußball-WM drei Wochen lang auf dem Berliner Fanfest stand und um Stimmen gegen Armut warb. Neben solchen zentralen Aktionen finden unzählige Aktivitäten auf lokaler Ebene statt, die von VENRO-Mitgliedsorganisationen und engagierten Einzelpersonen oder Gruppen organisiert werden: Schüler referieren im Unterricht über Armut und sammeln Stimmen, Fußballvereine informieren in der Stadionzeitung, Studierenden-Gruppen wickeln weiße Bänder um Gebäude, Entwicklungsorganisationen binden das Logo in ihre MDG-Aktionen ein, Musikbands verteilen weiße Bänder bei ihren Konzerten und so weiter. Höhepunkt der diesjährigen Aktion ist der weltweite Aktionstag, der so genannte „White Band Day“ am 17. Oktober. Der internationale Tag der Armutsbekämpfung schließt einen ganzen Aktionsmonat ab, in dem weltweit Menschen für mehr

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 Engagement in der Armutsbekämpfungmobilisieren. Du auch?
Mehr Informationen über „Deine Stimme gegen Armut“ im Internet.
Mitmachideen und Materialien für eigene Aktionen gibt’s beim
Aktionsteam „Deine Stimme gegen Armut“
Katharina Philipps
VENRO e. V. ,Kaiserstr. 201, 53113 Bonn, Telefon: 0228 94677-17
E-Mail: deinestimmegegenarmut@venro.org 
 

Berichte aus der Region

Rückblick auf die Faire Woche im September 2006

Kinderkulturkarawane

Die zwei Gruppen aus Sri Lanka und Indien, welche im Rahmen der Kinderkulturkarawane in Dessau weilten, haben zwei wunderschöne, interessante und lehrreiche Darbietungen gezeigt. Die kulturellen Tänze aus Sri Lanka in der Marienkirche wurden mit einem tosenden Applaus beendet und die Theatergruppe aus Indien verstand es, in nur einer Stunde einen Spiegel der Gesellschaft und ihrer Kultur zur Sprache zu bringen. Auch diese Aufführung hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Allen Künstlern wünschen wir Kraft, die anstrengende Tournee in Deutschland gesund und wohlbehalten zu beenden.
Fair Handels Marktpräsentation unter der Friedensglocke
Als Blickfang ein Segelboot, mit fair gehandelten Produkten dekoriert, und dahinter drei große Zelte mit Kaffe und Kuchen aus Fairem Handel, vielen Informationen, einem Verkaufsstand und einem Aktionsstand, an dem man mit Spielen, Quiz, Verkostungen, selber probieren, die Welt des Fairen Handels erfahren konnte, das war die Marktpräsentation am 21.09.06 am Rathaus. Dazu waren drei Dessauer Schulklassen eingeladen, die sich an den verschiedenen Angeboten probieren konnten. Aber auch viel Laufkundschaft kam auf einen Kaffee zum Stand und ließ sich informieren.
Außerdem konnte man am UNICEF-Stand bereits die Weihnachtskollektion von Grußkarten erwerben. Die Präsentation war eine sehr erfolgreiche Aktion. Dank an die drei HelferInnen, die im Namen des Inkotanetzwerkes durch verschiedene Städte reisen und täglich des Stand aufs Neue beleben.

Hörspielwinter

Das Kind von Noah, die große Geschichte eines jüdischen Jungen haben wir als Auftakt zum diesjährigen Hörspielwinter gewählt. Der altbekannte Zuhörerstamm aber auch neue Gäste begrüßten zu diesem Abend, der gleichzeitig den Beginn der interkulturellen Woche in Dessau mit einläutete.
Wir freuen uns schon auf die Wintermonate, bei denen wir den Feuerkorb anzünden, um uns beim Hörspiel zu wärmen und nicht ausschließlich, um eine schöne Atmosphäre zu schaffen, die es auch dieses mal wieder gewesen ist, obwohl es noch so warm war.

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Ökumenische Friedensdekade

Etwa 1/5 der Menschheit lebt in extremer Armut. Rund 1,2 Millionen Menschen haben weniger als einen US-Dollar pro Tag zur Verfügung. Das reicht weder für Essen, genügend Trinkwasser noch für Medikamente, Arztbesuche oder gar Schulbildung. 800 Millionen Menschen können ihren täglichen Energiebedarf von mind. 1.800 kcal nicht decken – Sie hungern! 300 Millionen davon sind Kinder.
Die Gründe für die Armut sind vielfältig. In erster Linie sind es ungerechte Strukturen der Weltwirtschaft, aber auch Verschuldung, Arbeitslosigkeit, Kriege, Naturkatastrophen und schlechte Regierungsführung sind einige Beispiele.
Oft sind die Ursachen miteinander verwoben. Zumindest einfache Lösungen gibt es weder für die Länder des Südens noch für die relativ Armen in Deutschland.
Der Kampf gegen die extreme Armut muss gleichzeitig vor Ort in den Entwicklungsländern, bei den internationalen Strukturen, z.B. im Handelbereich aber auch bei uns in Deutschland ansetzen. Industrieländer sind gefordert, sich für gerechte internationale Strukturen einzusetzen. Die Fortschritte der UN-Milleniumserklärung zur Halbierung von extremer Armut in der Welt, die 150 Staaten unterzeichnet haben, sind bisher sehr  unzureichend. Die Zahl der Hungernden nimmt zu, im Welthandel gibt es keine substantiellen Verbesserungen.
“Deine Stimme gegen Armut“, die internationale Kampagne wollen wir unterstützen.

Was hat das nun aber mit der ökumenischen Friedensdekade 2006 in Dessau zu tun?
Wir, das heißt, die evangelischen, katholischen Gemeinden der Stadt, die UNICEF-Arbeitsgruppe und der Eine Welt e.V. Dessau werden im November anknüpfend an unsere guten Ergebnisse vom letzten Jahr mit vielen Einzelaktionen, Gottesdiensten und besonders dem Friedenslauf und dem Friedenfest mit Dessauer Grundschülern über das weltweite Drama Armut informieren und Unterschriften sammeln.
Dazu sind alle herzlich eingeladen, selbst ihre Stimme gegen Armut zu geben und anderen darüber zu berichten und weitere Stimmen zu sammeln. Macht mit!
Der Friedenslauf findet in diesem Jahr am Sonntag, den 12.11.2006 statt. Start ist um 11.30 Uhr am Seminarplatz. Das Ziel wird wieder die Johanniskirche sein. An der Laufführung wird sich ebenfalls nichts ändern. Wir hoffen auf eine große Teilnehmerzahl und noch mehr Stimmen gegen die Armut. Die Unterschriftslisten werden am Ziel bereit liegen. Herr Ulrich Schlenker als Koordinator der Kampagne wird Sie am Ziel empfangen und über das aktuelle Geschehen aus der Kampagne berichten.

An Dessauer Grundschulen werden wir, die UNICEF-Arbeitsgruppe Dessau und der Eine Welt e.V. Dessau wieder über das Thema berichten und am Ende der Stunden gemeinsam weiße Bänder mit unseren Namenszügen und Symbolen gegen die Armut gestalten. Zum Friedenfest am 20.11.06 um 15.00 Uhr, dieses Mal in der Marienkirche sind alle beteiligten GrundschülerInnen, aber auch Familien und FreundInnen eingeladen, die mit uns gemeinsam ein Fest feiern und unsere weißen Bänder um die Kirche wickeln werden.
So viele wie möglich sollen unsere Aktion sehen und auch ihre Stimmen geben.

Mit Sieben-Meilen-Stiefeln um die vorweihnachtliche Welt

Sehr fantasievoll und international wurde es, als Menschen von allen Kontinenten der Erde Märchen und Geschichten aus ihrer Heimat vorlasen.
Die Märchenjurte stand innerhalb der Interkulturellen Woche 2006 im Hof der Stadtbibliothek und lud Jung und Alt zum Zuhören ein.

(Fortsetzung Seite 11)

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Pinnwand

Unterrichtsideen zur Weihnachtszeit! Zeit der kleinen oder auch großen Geschenke. Wie klein der Geldbeutel auch immer sein mag, Kinder hierzulande bekommen zu Weihnachten und an anderen Festtagen das ein oder andere Geschenk. Aber wie sieht es in anderen Teilen der Welt aus? Viele Kinder bekommen fast nie Geschenke und müssen unter unmenschlichen Bedingungen sehr hart z.B. in Textilfabriken, Baumwollplantagen und ... arbeiten.
Warum das so ist und was wir alle dagegen tun können erfahrt ihr im Eine Welt Zentrum Dessau Tel. 0340/2303534

 

 



Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an,
Und der Arme sagte bleich:
“Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich."

Leider betreffen die Kriegshandlungen im Nahen Osten auch den Fairen Handel. Die libanesischen Partner von El Puente sind nicht in der Lage die neue Lieferung der Olivenöl-Seife zu versenden. Im Moment gibt es aber noch keine Meldungen von Sayegh über die Lage vor Ort.

Dem Fachgymnasium im Berufsschulzentrum I Dessau sei für den Erfolg von einer Spende mit 2.500,00 € für AIDS-Projekte in Afrika hier noch einmal große Anerkennung und ein ganz großes Dankeschön ausgesprochen!

 

Filmtipp:
“Bevor Sie einkaufen, gehen Sie erst ins Kino”

Stern


www.essen-global.de
Im Kiez Kino Dessau
ab 28.09.06


Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet ihr feststellen,
dass man Gold nicht essen kann.
(Weissagung der Cree-Indianer)

 

Fußball-WM 2006 – Rote Karte für adidas, weil der Konzern Textilarbeiterinnen ausbeutet.
Doch der Wahnsinn geht weiter!
Für Olympia 2008 in China will das Land 800.000 Kubikmeter Merbau, ein ostasiatischen, grob strukturierten Holz, in Sportanlagen verbauen.

 

Die Welt als Dorf
Wenn die Welt ein Dorf mit nur 100 Einwohnern wäre, wären

davon: 61 Asiaten 11 Europäer  
  14 Afrikaner   9 Leinamerikaner  5 Nordamerikaner

29 Kinder wären unter 15 Jahren, 7 wären älter als 65.
50 Menschen im Dorf sind Frauen, 50 sind Männer.
Armut: 19 Bewohner würden von weniger als 1 US-Dollar am Tag leben. 12 Menschen hätten nicht genügend Wasser zur Verfügung.
Familienplanung: im Durchschnitt bekämen die Frauen 3 Kinder. Von den 26 Frauen zwischen 15 und 49 Jahren, die in einer Partnerschaft leben, wenden 14 eine Verhütungsmethode an.
Zukunft 2050: Die Zahl der Dorfbewohner würde jährlich
um eine Person steigen. Im Jahre 2050 würden bereits 143 Menschen im Dorf leben:

82 Asiaten 10 Europäer  
31 Afrikaner 13 Leinamerikaner 7 Nordamerikaner

 

Pinnwand

 

 

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es weltweit zwischen 85 und 115 Millionen Mädchen und Frauen deren Genitalien verstümmelt wurden. Jährlich droht weiteren zwei Millionen Mädchen ein solcher Eingriff. Der Großteil der betroffenen Mädchen und Frauen lebt in 28 afrikanischen Ländern, der Rest in Asien und im Mittleren Osten. Nach Schätzungen von TERRE DES FEMMES leben auch in Deutschland circa 20.000 betroffene Migrantinnen.

 
 

Der Mensch ist des Mensch Heilmittel“
Sprichwort der Wolof am Mündungsgebiet des Flusses Senegal

 

Rezept
Mango-Wölkchen
Zutaten:
160 g getrocknete Mangos*
160 g Cashewbruch*
2 Eiweiß
120 g Puderzucker
* Zutaten aus fairem Handel
Zubereitung:
Getrocknete Mangos fein würfeln; die Cashewnüsse grob hacken und in einer Pfanne unter ständigem Rühren leicht bräunen. Eiweiß sehr steif (15 Min.!!) schlagen und den gesiebten Puderzucker unterrühren; Nüsse und Mangos unter die Eiweißmasse heben. Mit 2 Teelöffeln kleine Häufchen von der Masse abstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Im vorgeheizten Ofen bei 170° etwa 30 Min. backen.

Kühle, nasse Herbstabende und kalte Wintertage – genau die richtige Zeit, um leckeren wärmenden Tee zu trinken. Wenn ihr wissen wollt, wo die verschiedenen Tee-Sorten herkommen, wie sie angebaut werden und ..., dann meldet euch im Eine Welt Zentrum Dessau,
Tel. 0340/2303534

 

Um das Ziel einer Grundschulbildung für alle Kinder bis 2015 zu erreichen, müßten weltweit rund 18 Millionen Lehrer eingestellt werden. Die meisten Lehrkräfte - 1,8 Millionen - fehlten in Ländern südlich der Sahara, so der Unesco-Bericht. In Arabien würden 450.000 neue Pädagogen benötigt, in Süd- und Westasien 325.000.

Toleranz bedeutet Respekt, Akzeptanz und Anerkennung der Kulturen unserer Welt, unserer Ausdrucksformen und Gestaltungsweisen unseres Menschseins in all ihrem Reichtum und ihrer Vielfalt.

Buchtipp:
Somaly Man. Das Schweigen der Unschuld
Mein Weg aus der Kinderprostitution und der Kampf gegen die
Sexmafia in Asien.               von Marion von Schröder

 

Buchtipp:
Waris Dirie. Wüstenblume
Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten Designer-Laufstege der Welt – ein Traum. Und ein Alptraum zugleich. Denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten. In Wüstenblume bricht sie erstmals ihr jahrelanges Schweigen und erzählt ihre Geschichte.

 

Auf halbem Weg zur siebten Milliarde
Gegenüber dem anhaltenden Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern steht ein  Rückgang in den Industrieländern. In Deutschland wird die Bevölkerung voraussichtlich bis 2050 von heute 82,5 Millionen Einwohnern auf 75,1 Millionen schrumpfen. Aber die Industrieländer verbrauchen 80 % der weltweiten Ressourcen! Wann werden wir wach und geben unserem eigenen Überleben und dem unseres Globus eine Chance?

  


Mit einer ähnlichen Aktion wollen wir im Advent die Wartezeit auf das Weihnachtsfest verkürzen und einen internationalen Märchen & Geschichten – Adventskalender ins Leben rufen. Und mit Leben muss ein jeder Tag bis zum 24. Dezember auch gefüllt werden.
Dafür suchen wir Mitstreiter: Menschen, die aus allen Teilen der Welt (inklusive Deutschlands) hier nach Dessau gekommen sind und Märchen und Geschichten aus ihrer Heimat im Rahmen des Adventskalenders vorlesen wollen. Eins ist schon versprochen: Das Zelt wird im Winter nicht genutzt! Wer also Interesse hat, setze sich mit uns bitte so bald als möglich in Verbindung:
Astrid Bergmann, Jugendamt (Tel. 0340 / 2042751) oder
Florian Schulze, Stiftung Evang. Jugendhilfe St. Johannis (0340 / 6612713)

 

Und das ist neu… Eine Welt Netzwerkarbeit in Sachsen-Anhalt!

In Sachsen-Anhalt gibt es Neuigkeiten, die sich schon seit geraumer Zeit angebahnt haben und nun zur Realität geworden sind. Offensichtlich sind viele Eine Welt Gruppen in unserem Bundesland an einer für sie fruchtbaren Unterstützung durch und Kooperation mit einem aktiven Landesnetzwerk interessiert. Die Arbeit des bestehenden Netzwerkes LESA ruht derzeit. Deshalb haben sich einige Gruppen auf den Weg gemacht und über Interessen und Bedürfnisse für die Zukunft beraten. Ergebnis am 17.06.06 war, dass der Eine Welt e.V. Dessau in kommissarischer Tätigkeit zur Trägerschaft für ein Eine Welt Netzwerk in Sachsen-Anhalt erkoren wurde und sich eine Lenkungsgruppe mit sieben Mitgliedern gebildet hat, die mit ihrer Tätigkeit bestehende Strukturen wieder beleben bzw. neu entstehen lassen möchte. Vor diesem Hintergrund ist es sehr gute Voraussetzung, dass dieser Rundbrief bereits seit einem Jahr besteht und seine Funktion der Vernetzung nun noch vertieft werden kann und soll.
Als Koordinatorin der Lenkungsgruppe obliegt mir die hauptamtliche Aufgabe, als erstes in Erfahrung zu bringen, welche Eine Welt- und Umweltgruppen, -vereine, -initiativen, Einzelakteure derzeit in Sachsen-Anhalt aktiv sind. Aus diesem Grund werde ich in den kommenden Monaten Gruppen telefonisch kontaktieren und besuchen, um zu ermitteln, welcher Bedarf und welche Interessen sowie Anforderungen an ein Netzwerk bestehen.
In der Folge planen wir mit der Lenkungsgruppe eine erste gemeinsame Zusammenkunft, bei welcher Ideen geschmiedet und Pläne entworfen werden, wie das Eine Welt Netzwerk in Sachsen-Anhalt für seine Mitglieder und die tätigen Gruppen Aktiv werden soll.
Parallel dazu haben wir schon jetzt die wichtigsten Arbeitsinhalte aufgegriffen. Dazu gehören das Gewährleisten eines Informationsflusses (im Moment über die Homepage des Eine Welt e.V. Dessau), das Erstellen von Datenbänken zur Erleichterung der Suche nach Fördermittelgebern oder zur Erleichterung der Suche nach Materialien.
Auf der Homepage finden sich Hinweise auf Seminare, Tagungen, Veranstaltungen, die aber auch über einen separaten Verteiler verschickt werden. Außerdem sind wir auf der Homepage bemüht, Informationen bereitzustellen, die zu eigenen Aktionen Anregungen geben sollen.
Zur Erleichterung der Arbeitsbedingungen werden wir außerdem um sehr gute Lobbyarbeit bemüht sein.
Mittelfristig planen wir natürlich wie in verschiedenen Bundesländern gemeinsam vorbereitete und durchgeführte Aktionen wie Entwicklungspolitische Bildungstage in Sachsen-Anhalt (SAEBIT).
Dass wir gleich Nägel mit Köpfen machen, zeigt das Angebot eines Informationsworkshops an zwei Tagen:
am Mittwoch, den 18.10.06, von 10.00 – 17.00 Uhr, Thema Vereinsrecht und Finanzwesen
am Mittwoch, den 01.11.06, von 10.00 – 17.00 Uhr, Thema Antragstellung und Abrechung, Suche nach Fördermittelgebern.

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Teilnehmerbeitrag 10,00 €. Die Veranstaltung findet im Eine Welt Zentrum Dessau, Schwabehaus, Johannisstr. 18, 06844 Dessau, statt.
Interessierte sind herzlich eingeladen. Informationen unter www.eine-welt-dessau.de.
Anmeldung bitte bei Christiane Christoph, Tel: 0340 / 2303534.
Ich hoffe auf einen gute Arbeit, von der wir alle profitieren, ...
... ein Landesnetzwerk lebt von seinen Mitgliedern.
 

 

Gedanken / Gedenktage

5. Oktober – Internationaler Tag des Lehrers

Lehrer spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, das Bildungsniveau zu erhöhen, ein friedliches Zusammenleben zu erlernen und Diskriminierung abzuschaffen. Lehrer arbeiten mit Kindern und jungen Menschen, die jetzt und später, wenn sie erwachsen sind, dazu beitragen müssen, tolerantere Gesellschaften aufzubauen. Gerade in der heutigen Zeit, in welcher diese Themen besonders aktuell werden, fehlen die Fachkräfte. Weltweit fehlen 15 Millionen Lehrkräfte!
Sechs von zehn Kindern in Afrika und Süd-Asien verlassen die Grundschule, ohne richtig lesen und schreiben zu können. Mehr als 100 Millionen Kinder weltweit haben überhaupt keine Chance, eine Schule zu besuchen. Ein Grund dafür sind fehlende oder schlecht ausgebildete und überforderte Lehrkräfte. 15 Millionen zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer wären nötig, um alle Kinder bei einer Schüler-Lehrer/Relation von 40:1 erfolgreich durch die Grundschule bringen zu können.
Das Problem besteht aber nicht nur in den Entwicklungsländern sondern auch bei uns in der Bundesrepublik Deutschland.
Von den derzeit 800.000 Lehrern gehen in den nächsten zwölf Jahren 350.000 in den Ruhestand. Die Pensionierungswelle ist problematisch, weil es keinen Nachwuchs gibt.

Nach Schätzungen des Deutschen Philologenverbandes fehlten schon zum Schuljahresbeginn am 1. August bundesweit 10.000 Lehrer. Prognose für die kommenden Jahre: Bedarf weiter steigend.
Spätestens im Schuljahr 2008/09 droht in Sachsen-Anhalt selbst bei optimistischen Prognosen eine Bildungskatastrophe durch gravierenden Mangel an Lehrkräften in allen Schulformen. Bleibt die Entwicklung so wie sie ich bisher abzeichnet, muss ungefähr von 1.000 fehlenden Lehrern in Sachsen-Anhalt ausgegangen werden.

Wir, die wir in der Bildungsarbeit zu Themen sozialer Gerechtigkeit, Welthandel etc. aktiv sind, können uns bemühen, diese Lücken zu schließen und müssen noch intensiver in Schulen unsere Arbeit anbieten. Das ist keine Lösung des Gesamtproblems, aber die Kooperation mit außerschulischen Partnern kann zumindest einen Teil wichtiger Lehrinhalte und Aufgaben übernehmen. Vielleicht hilft dem einen oder anderen das Angebot von Transfer-21, Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Informationen zu diesem Programm in Sachsen-Anhalt bekommen Interessierte bei
Holger Mühlbach, LISA, Kleine Steinstraße 7, 06108 Halle/Saale,
Tel: 0345 / 2042305,  e-mail: HMuehlbach@lisa.mk.lsa-net.de.

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11. 0ktober – Internationaler Tag der Katastrophenvorbeugung

Vom verheerenden Tsunami im Indischen Ozean zu den Dürrekatastrophen und Heuschreckenplagen in afrikanischen Ländern, von der Zerstörung durch Tropenstürme und Zyklone in den Vereinigten Staaten, der Karibik und im pazifischen Raum zu schweren Überschwemmungen in Europa und Asien - aufgrund von Naturkatastrophen haben hunderttausende Menschen ihr Leben verloren und Millionen ihre Lebensgrundlage.
Naturkatastrophen sind nicht zu stoppen. Aber die Einzelnen und die Gemeinschaft müssen besser ausgestattet werden, um ihnen standhalten zu können. Die Verletzlichsten sind oft die Ärmsten. Ein Hauptziel muss deshalb sein, die Armut zu bekämpfen, damit wir diese Verletzlichkeit minimieren  können.
Zahlen:
Flut an der Elbe 2002: 17 Tote in Tschechien
Flut an der Oder 1997: 114 Tote in Polen und Tschechien
Hurrikan Katrina 2005 und die anschließende Flut: 1.239 Tote in den USA
Zyklon und anschließende Flut in Bangladesh 1991: 138.000 Tote
Seebeben und anschließende Flut 2004/2005: 228.000 Tote in Indonesien,
Sri Lanka , Indien, Thailand …

 

17. Oktober – Internationaler Tag der Armutsbekämpfung

Oder zum sogenannten White-Band Day, einem Aktionstag der Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“, sollen Menschen das weiße Band um Arm oder Handgelenk tragen. Das Band steht für die Forderung an die einzelnen Regierungen nach mehr und besserer Entwicklungszusammenarbeit, einem gerechten Welthandel, einer Entschuldung der armen Länder und guter Regierungsführung.
Nähere Informationen auf der Aktionswebseite: www.deine-stimme-gegen-armut.de

 

24. Oktober - Welttag der Information über Entwicklungsfragen

Viele von uns denken vielleicht, dass ein solcher Tag nicht nötig ist, dass sie informiert genug sind. Aber wussten Sie, dass …

  • in Afrika südlich der Sahara: fast die Hälfte der Menschen von weniger als einem US-Dollar am Tag leben müssen,
  • in Südafrika 21,5 % der Bevölkerung mit dem HI-Virus infiziert sind,
  • in Botswana die Lebenserwartung wegen Aids drastisch zurückgegangen ist, 1990 lag sie noch bei 61 Jahren und heute gerade mal 39 Jahren,
  • die Hälfte der Menschheit noch nie ein Telefon benutzt hat,
  • es in Angola und Mosambik weniger als 10 Telefone pro 1000 Einwohner gibt,
  • die Kindersterblichkeit zwischen 1960 und 2000 halbiert wurde, aber immer noch jedes Jahr 12 Millionen Kinder vor ihrem 5. Geburtstag sterben,
  • es derzeit auf der Welt geschätzte 862 Millionen AnalphabetInnen, wovon 847 Mio in Entwicklungsländern leben, gibt,
  • der Stromverbrauch pro Einwohner bei uns in etwa bei 6.500 kWh/a liegt, in vielen Entwicklungsländern dagegen unter 100 kWh/a pro Einwohner verbraucht werden.
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16. November - Internationaler Welttag der Toleranz

Oder wünscht du dir nicht, dass die anderen Menschen dich anerkennen und achten?
Das möchte wohl jeder. Toleranz ist in unserer Welt der vielen Kulturen, Religionen, und verschiedenen Lebensarten unglaublich wichtig. Ohne Toleranz kann es kein friedliches Zusammenleben geben.
Toleranz ist aber nicht immer einfach. Was kann man dafür tun und was kann man gegen Intoleranz machen? Zuerst einmal sollte sich jede und jeder klar darüber werden, wo man mit der Toleranz Schwierigkeiten hat. Gegen wen oder was habe ich Vorurteile und warum habe ich diese? Bin ich neugierig und gehe ich offen auf fremde Menschen zu?
Entschlossen, alle positiven Schritte zu unternehmen, die notwendig sind, um den Gedanken der Toleranz in unseren Gesellschaften zu verbreiten - denn Toleranz ist nicht nur ein hochgeschätztes Prinzip, sondern eine notwendige Voraussetzung für den Frieden und für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung aller Völker.

 

20. November - Welttag der Industrialisierung Afrikas

Dieser Tag soll auf die Verpflichtung der internationalen Gemeinschaft zur Industrialisierung Afrikas aufmerksam machen.
Mehr als 30 von den 48 weltweit am wenigsten entwickelten Ländern befinden sich in Afrika. Auf dem schwarzen Kontinent existieren sehr viele Probleme angefangen von teilweiser extremer Armut, politischer Instabilität, rasantem Bevölkerungswachstum über Hunger und Unterernährung, bis hin zu Krankheit und Analphabetismus.
Die Ursachen der geringen Entwicklung sind in der Vergangenheit zu finden. Die in den meisten afrikanischen Ländern seit der Dekolonisierung verfolgte Industrieentwicklungspolitik hatte "nachholende Industrialisierung" auf ihre Fahnen geschrieben. Darunter verstand sie aber nicht das Nachholen des Entwicklungswegs der Industrieländer, sondern die Nachahmung von deren Entwicklungsstand.

Was heißt das konkret? Wer die Industrialisierung in Afrika fördern will, der sollte einmal mehr den Fairen Handel und damit den unabdingbaren Entwicklungsweg von Kleinbetrieben fördern, der zu einem Entwicklungsstand notwendig ist.

Der lange und mühevolle Weg, der zu diesem Stand geführt hatte, sollte kurzerhand übersprungen werden. Die Industrialisierung Afrikas ist genau aus diesem Grund noch nicht sehr weit fortgeschritten. Die Strategien sowohl der Geber im Norden als auch der afrikanischen Machteliten sind eher auf die Errichtung kapitalintensiver Großbetriebe als an der Förderung des Wachstums der vorhandenen Klein- und Kleinstbetriebe ausgerichtet. Da die modernen Großbetriebe aber nicht die Umgebung vorfinden, die sie für ihre Tätigkeit brauchen, sind sie nicht überlebensfähig und tragen zur Entwicklung der afrikanischen Wirtschaft und Gesellschaft kaum etwas bei.
Leider ist eine konsequente Umkehr der Industrieentwicklungspolitik in den meisten Ländern Afrikas nicht in Sicht. Zwar werden in Folge von Strukturanpassungsprogrammen und anderen Auflagen der Geberorganisationen die maroden Mittel- und Großbetriebe nicht weiter subventioniert und seit etwa Mitte der 80er Jahre geschlossen oder privatisiert, aber die Förderung des Kleingewerbes ist in den meisten afrikanischen Ländern über die Veröffentlichung von Strategiepapieren hinaus noch nicht weit hinausgekommen. Zugleich sehen sich die Kleinbetriebe durch die fortschreitende Liberalisierung der Außenwirtschaft erhöhtem Wettbewerb durch Einfuhren ausgesetzt.

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25. November
               - Internationaler Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Auch heute, 24 Jahre nachdem die Vereinten Nationen den 25. November zum "Internationalen Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen" erklärten, hat sich die Lage kaum verändert. Noch immer werden Mädchen und Frauen täglich Opfer von Gewalt. Die Übergriffe reichen von häuslicher Gewalt bis hin zu systematischen Gewaltverbrechen gegen Frauen in bewaffneten Konflikten. Die Zahlen sind alarmierend: Mindestens eine von drei Frauen wird im Laufe ihres Lebens misshandelt, zum Geschlechtsverkehr gezwungen oder auf andere Art sexuell missbraucht. Die Formen der gesellschaftlichen Diskriminierung von Mädchen und Frauen finden sich in allen Bereichen des Lebens wieder - sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist nur ein Beispiel, auch Frauenhandel und Zwangsprostitution sind "moderne" Formen von Gewalt an Frauen. Zu diesen Verbrechen gehört auch die Zahl der Opfer von Genitalverstümmelung.  Diese Praktik, deren Konsequenzen oft verheerend, manchmal sogar tödlich sind wird hauptsächlich in Afrika praktiziert, aber auch in Teilen Asiens, im Nahen und Mittleren Osten, sowie auch bei Immigrantenfamilien in Europa, Kanada und den USA. 
Buchtipps zu diesem Thema gibt’s auf der Pinnwand.
Foto: www.unicef.de

 

10. Dezember – Welttag der Menschenrechte

Am 10. Dezember 1948 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die allgemeine Erklärung der Menschenrechte angenommen. Das Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht. 140 Staaten haben sich in der Vereinbarung der Vereinten Nationen über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte dazu verpflichtet, ihre BürgerInnen vor Hunger und Unterernährung zu schützen. 70% der hungernden Menschen bauen Nahrungsmittel für Hungerlöhne an. Die Produkte, z.B. Nahrungsmittel, wie Tee, Bananen, Reis aber auch Futtermittel zur Massentierhaltung werden für unseren Konsum angebaut. Unsere Ernährungsgewohnheiten tragen damit zum Hunger in der Welt bei. Aber es gibt genug Nahrung auf der Erde für alle. Das reichste Fünftel der Menschheit, darunter wir, besitzt 82,7% des gesamten Welteinkommens und 45% der weltweiten Fleisch- und Fischprodukte. Dem ärmsten Fünftel dagegen stehen 1,4% des Welteinkommens zur Verfügung und 5% der Fleisch- und Fischvorräte werden von ihnen konsumiert.

Können wir etwas tun, um in diesem Mühlwerk der Ungerechtigkeit etwas zu verändern?
Sind wir bereit, unseren Lebensstil und unsere Konsumgewohnheiten zu überprüfen und vielleicht sogar zu fair-ändern?

Aber nicht nur wir als KonsumentInnen in den Industrienationen, auch die großen Konzerne müss(t)en handeln! Dazu Folgendes: Beim Weltwirtschaftsforum in Davot schloss der „Club der 1000“ mächtigsten transkontinentalen Konzerne einen Globalen Pakt mit 9 Grundsätzen für eine bessere Welt gegen Armut.
Die Unterschrift erspart den einzelnen Konzernen damit sogar das Millionen Dollar für Image und Werbung, Gesellschaften dürfen damit sogar das UN-Logo tragen. Nur kontrollieren tut keiner.  
Auf Druck der Nichtregierungsorganisationen schlug Kofi Annan 2004 den wichtigsten Vertretern

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dieser transkontinentalen Gesellschafter die Schaffung eines Monitoring-Mechanismus zur Kontrolle der Vereinbarungen zur Einhaltung der Menschenrechte vor. Dieser Vorschlag wurde einstimmig abgewiesen. “Die Kosmokraten lieben die Menschenrechte, aber nur solange sie der Ausbeutung der Völker nicht im Wege stehen.“ (Jean Ziegler. Das Imperium der Schande, S.275).

 

11. Dezember – Tag der UNICEF

60jähriges Bestehen feiert Unicef am heutigen Tag.
An dieser Stelle sagen wir allen ehrenamtlichen HelferInnen ein Dankeschön für die Unterstützung zur Kinderkulturkarawane am 18.09. und am 20.09. in Dessau. Jeder hat einen wichtigen Teil dazu beigetragen, den Aufenthalt für die Gruppen aus Sri Lanka und Indien in Dessau so schön wie möglich zu gestalten. Sei es in den Gastfamilien, die Freizeitbetreuung, die Organisation oder das Bereiten von Mahlzeiten.
 

 

Eine Welt Produkte

Keine Geschenkidee, z.B. zum Weihnachtsfest … ?

Wie wäre es denn mit einem Handwerksstück aus Speckstein? Viele verschiedene Formen, Motive, Figuren, Gegenstände aus Speckstein können Sie im Eine Welt Laden bekommen.

Specksteinelefant:

Das Tier im Tier ist eine aufwändige Steinfräsarbeit. Der kleine Elefant im Bauch wurde ebenfalls mit Frästechnik filigran herausgearbeitet. Die Figur ist aus einem Stück gearbeitet worden. Insgesamt dauert die Fertigstellung 16 Stunden.           Preis: 14,95 €

Es gibt ihn in verschiedensten Farben und Maserungen z.B. Duftlampen, Schalen, Herzen, Räucherstäbchenhalter, Kerzenständer, Tiermotive wie Eulen, Elefanten, Frösche, Delphine, Figuren wie den Freundeskreis oder den Denker.
Bereits seit der Steinzeit wird Speckstein bei der Herstellung von Gefäßen, Pfannen, Siegeln und in der Bildhauerei verwendet. Speckstein, auch Seifenstein genannt, spielt im Kunsthandwerk eine herausragende Rolle. Besonders, weil er ein sehr dichtes und hitzebeständiges Material ist, das gleichzeitig

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weich und gut durch Feilen, Schnitzen, Sägen, Schneiden zu verarbeiten ist. Außerdem kommt Speckstein natürlicherweise in vielen verschiedenen Farben vor. Schattierungen von braun, braun-grün, schwarz (Brasilien), grüne und weiße Arten (Indien), rosa bzw. weiß-grau (China) und lachs- und Elfenbein (Kenia) sind möglich. Bearbeitete Kunstgegenstände werden nach dem groben Schnitzen geschliffen, poliert und gewaschen.
Fairer Handel:
Wie überall im fairen Handel werden Produzenten, in diesem Fall Kunsthandwerker nicht nur besser bezahlt, sondern durch Vorfinanzierung der Produktion, Beschaffung von Rohmaterialien, Vermarktung der Speckstein-Produkte und gezielte Produktberatung unterstützt.
Die Produktion erfolgt ausschließlich per Hand, den Abbau des rohen Steins mit eingeschlossen. Alle Arbeitsschritte werden mit einfachen kleinen Werkzeugen vollbracht. Während die Männer den groben Stein mit einfachen traditionellen Werkzeuge wie z. B. Pangas, Messern, Meißeln bearbeiten, sind die Frauen damit beschäftigt, dem Produkt durch Schmirgeln, Wachsen und Färben den Endschliff zu geben.
Keine Gefahr durch Asbest:
Asbest kann natürlicherweise im Speckstein vorkommen, ist jedoch nicht generell in jeder Sorte und jedem Vorkommen enthalten. Beim Schleifen, Sägen, Schneiden, Bohren oder Polieren von Speckstein kann so Asbest mit den entstehenden Stäuben in die Luft gelangen und eingeatmet werden. Die feinen  Asbestfasern gelten als krebserregend.
Die Kunstgegenstände des fairen Handels werden unter fließendem Wasser verarbeitet, so dass Freisetzung und Aufnahme von Asbest weitgehend ausgeschlossen werden können. Von fertig gestellten, polierten oder gewachsten Artikeln geht keine Gesundheitsgefahr aus.
 

Tipps & Termine
  • 28.09./29.09./30.09./01.10.06, 20.30 Uhr,
    02.10., 19.00Uhr, 03.10.06, 20.30 Uhr, Kiez-Kino, Bertolt-Brecht-Straße Dessau
    Film “We feed the world” Essen Global
  • Freitag 06.10. – Sonntag 08.10.06, Evangelische Akademie, Lutherstadt Wittenberg,
    Tagung: „Afrika sitzt auf gepackten Koffern“
    Afrika ist in Bewegung: Migration in Afrika und nach Europa – ihre Ursachen und Folgen
    Anmeldung und Information: www.ev-akademie-wittenberg.de
  • Freitag, 20.10.06, 20.00 Uhr, Schwabehaus, Johannisstraße
    Hörspielwinter: Paulo Coelho „Der Alchimist“
    das Hörspielhighlight dieser Saison
    Santiago,der Schafhirte aus Andalusien, hat einen wiederkehrenden Traum – Ein Schatz liege am Fuße der Pyramiden für ihn bereit. Der Weg dorthin ist ein Weg, der ihn zu sich selbst führt; die Wüste und die Menschen, denen er begegnet, lehren ihn Dinge, die ihn in diesem Weg bestärken.
    Eine wunderschöne Parabel für die Suche nach einer anderen Weltsicht und dem Glück, das jeder in sich selbst findet.
    gelesen von Berthold Toetzke, Philip Schepmann u.v.a., ca. 128’
    Veranstalter: Eine Welt e.V. Dessau,  Eintritt: Erwachsene 4,00 €, Kinder 3,00 €
  • Freitag, 17.11.06, 20.00 Uhr, Schwabehaus, Johannisstraße
    Hörspielwinter: Khalil Gibran „Der Prophet"
    „Sprich uns von der Liebe, von den Kindern, von der Schönheit, vom Tod…“
    Und der Prophet gibt Antwort ...
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Khalil Gibran schuf mit dem „Propheten“ ein Meisterwerk der spirituellen Literatur, das achtzig Jahre nach seinem Erscheinen nichts von seiner Bedeutung verloren hat. Die weltumfassend positive Botschaft, der Brückenschlag zwischen Orient und Okzident machen sein Werk aktueller denn je.esen von Otto Sander, ca. 78’
Veranstalter: Eine Welt e.V. Dessau
Eintritt: Erwachsene 4,00 €, Kinder 3,00 €
  • Freitag, 15.12.06 und Freitag, 22.12.06, 20.00 Uhr, Schwabehaus, Johannisstraße
    Hörspielwinter
    Nelson Mandela „Meine afrikanischen Lieblingsmärchen“
    Die afrikanischen Märchen sind als vorweihnachtliche Familienabende geeignet.
    Nelson Mandelas Lieblingsmärchen aus den verschiedenen Ländern Afrikas geben Einblick in eine exotische, oftmals mythische Welt.
    Bei einigen Erzählungen erfahren die Hörer wie der Mond entstand oder warum die Katze ein zahmes Haustier wurde. Sie bezaubern durch ihre poetische und farbenfrohe Sprache, die dem Hörer die Welt Afrikas plastisch vor Augen führt.
    gelesen von Nina Hoger, Christian Brückner u.v.a., ca. 74’,   Veranstalter: Eine Welt e.V. Dessau
    Eintritt: Erwachsene 4,00 €, Kinder 3,00 €
  • Donnerstag, 19.10. 19.30 - 21.45 Uhr, Anhaltische Landesbücherei
    „Die Umkehr“  - Ein schmerzlicher Weg vom Hitlerjungen zum Pfarrer
    Buchlesung und Gespräch
    Heinz Lischke, Pfarrer i. R., führte in seiner russischer Kriegsgefangenschaft Tagebuch. Auf dünnem Zigarettenpapier beschrieb er in winziger Schrift das große Elend um ihn herum. Erst nach der Wende 1989 konnte der Autor das Manuskript als Buch endlich veröffentlichen. Er wählt als Erinnerung an seine schlesische Herkunft das Pseudonym Henryk Silesius.   
    Referent: Heinz Lischke, Pfarrer i. R., Zerbst,  Leitung: Dr. Siegfried Braun, eeb Dessau

  • Mayas und Azteken – Mesoamerika vor Kolumbus

      • Mittwoch, 1.11. 18 – 21.15 Uhr, Gemeinde- und Diakoniezentrum
        1. Die mittelamerikanischen Hochkulturen bis zur Entstehung der klassischen Teotihuacan- und Maya-Kultur. Die Entwicklung der Maya-Staaten
      • Mittwoch, 8.11. 18 – 21.15 Uhr, Gemeinde- und Diakoniezentrum
        2. Die Struktur der Maya-Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaften
      • Mittwoch, 15.11. 18 – 21.15 Uhr, Gemeinde- und Diakoniezentrum
        3. Die nachklassische Geschichte Mesoamerikas und der Aufstieg des Aztekenreiches
      • Mittwoch, 22.11. 18 – 21.15 Uhr, Gemeinde- und Diakoniezentrum
        4. Das Azteken-Reich – Glanz und Untergang des alten Mexiko
      • Mittwoch, 29.11. 18 – 21.15 Uhr, Gemeinde- und Diakoniezentrum
        5. Götter und Religion im vorkolumbischen Mittelamerika
      • Mittwoch, 6.12. 18 – 21.15 Uhr, Gemeinde- und Diakoniezentrum
        6. Das kulturelle Erbe Mesoamerikas – Architektur, Malerei, Plastik
Referent: Dr. Andreas Klenner, Germanist und Historiker, Dessau
Leitung: Dr. Thomas Lundershausen, VHS Dessau, Dr. Siegfried Braun, eeb Dessau
Kosten: 5,00 € pro Veranstaltung, Anmeldung: eeb oder VHS Tel. 0340/ 2400 5540
  • Donnerstag, 9.11. 19.30 – 21.45 Uhr, Gemeinde- und Diakoniezentrum
    Die fünfte Gewalt – Lobbyismus in Deutschland
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Verbände sind idealerweise Repräsentanten gesellschaftlicher Vielfalt und als solche für die
Vermittlung von Interessen zwischen Regierung, Parteien und Interessengruppen wichtig. In diesem Sinne sind sie für die Funktionsfähigkeit des demokratischen Systems unverzichtbar.
Götz Hamann, Wirtschaftsredakteur der ZEIT, sieht diesen idealtypischen Zustand in Deutschland und Europa zunehmend gefährdet und nicht mehr als eine am Gemeinwohl orientierte Interessenvermittlung. Was ist zu tun, damit Lobbyismus nicht zur fünften Gewalt und damit zur Gefährdung der Demokratie in Deutschland wird?
Referent: Götz Hamann, Journalist DIE ZEIT Hamburgung: Jörg Göpfert, Ev. Akademie / Dr. Siegfried Braun, eeb Dessau,  Kosten: 3,00 €
  • Donnerstag, 23.11. 19.30 – 21.45 Uhr, Gemeinde- und Diakoniezentrum
    Die Wahrheit über die Schindlers
    Wer war Oskar Schindler wirklich, der während des 2. Weltkriegs über 1.300 Juden das Leben rettete und durch Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ berühmt wurde? Erika Rosenberg ist journalistisch tätig, als Mitarbeiterin der Deutschen Welle und als Autorin mehrerer Bücher. Sie ist eine enge Vertraute der Witwe Emilie Schindler und hat Biografien von Oskar und Emilie Schindler verfasst.In ihrem Vortrag will sie nicht nur den „Helden“ Schindler im neuen Licht erscheinen lassen, sondern auch uns die beiden Menschen Emilie und Oskar Schindler nahe bringen.
    Referentin: Erika Rosenberg, Journalistin und Buchautorin Buenos Aires
    Leitung: Dr. Siegfried Braun, eeb Dessau
  • Donnerstag, 7.12. 19.30 – 21.45 Uhr, Gemeinde- und Diakoniezentrum
    Von der „Allianz-Arena“ bis zur „Volkswagen-Uni“ -
    Über die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen

    Hierbei handelt es sich in Deutschland um kein neues, sondern um ein ausgesprochen traditionsreiches Thema. Gutes zu tun, war für viele religiös geprägte und gesellschaftspolitisch inspirierte Unternehmer eine kulturelle Selbstverständlichkeit.
    Holger Backhaus-Maul, Soziologe an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, untersucht die neue gesellschaftliche Rolle von Unternehmen unter dem Vorzeichen des globalen Wettbewerbs.
    Referent: Holger Backhaus-Maul, Dipl. Soziologe Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
    Leitung: Jörg Göpfert, Ev. Akademie,  Dr. Siegfried Braun, eeb Dessau,  Kosten: 3,00 €

Programm der Aktionswochen gegen Antisemitismus in Dessau

  • Mittwoch, 22.11.06, 18.00 Uhr, Rathaussaal (angefragt)
    Eröffnung /Kleiner Festakt der Aktionswochen mit Redebeiträgen und kulturellem Rahmen, 18.30 Uhr / Film „Der Tod kam aus Dessau“
    Träger: alle beteiligten Akteure
    Kontakt: Steffen Andersch, Projekt gegenPart, Schlachthofstr. 25, 06844 Dessau, Tel: 2660213,
    e-mail: projektgegenpart@gmx.net
  • Mittwoch, 22.11.06, 19.00 Uhr, Rathaussaal (angefragt)
    Zeitzeugengespräch mit Max Mannheimer (Holocaustüberlebender)
    Träger: Alternatives Jugendzentrum, e-mail: ajz-dessau@web.de
    Kontakt: Jana Müller, AJZ e.V., Schlachthofstr. 25, 068444 Dessau, Tel: 0340 / 2660219,
  • für folgenden Veranstaltungen gibt es noch keine Ort- und Zeitangaben
    Buchlesung „Nachtzug nach Piestany“ mit der Autorin Renate Gruber (Wittenberg)
    Träger: Dessauer Bündnis gegen Rechts / Bildungsverein Elbe-Saale e.V.
    Kontakt: BgR, c/o Koordinierungsbüro, Raguhnerstr. 14, 06842 Dessau, Tel: 0340 / 5198456
  • Podiumsdiskussion zum Konflikt im Nahen Osten
    Träger: alle beteiligten Akteure,  Kontakt: Steffen Andersch, Projekt gegenPart, s.o.
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Kontakte der Mitwirkenden
 

Multikulturelles Zentrum Dessau e.V.
Parkstr.7, 06844 Dessau, Tel: 0340 / 661 20 91
e-mail: multikultizentrum.dessau@t-online.de

 

Wittenbergs Eine Welt Laden
Markt 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg
Tel. 03491/482706

 

Unicef-Arbeitsgruppe Dessau
Schillerstr. 39, 06844 Dessau
Tel. 0340/2207700

 

Deutsch-Afrikanische Initiative in Dessau e.V.
c/o K.I.E.Z.,
Bertolt-Brecht-Str. 29,  06844 Dessau

 

Evangelische Erwachsenenbildung
im Land Sachsen-Anhalt
Ruststr. 10, 06844 Dessau, Tel. 0340/7911690
e-mail: erwachsenenbildung@evlkanh.de

 

Evangelische Akademie Wittenberg
Projektstelle Umwelt und Entwicklung
Schlossplatz 1d, 06886 Lutherstadt Wittenberg
Tel. 03491/498847, e-mail: geissler@kfh-wb.de

 

Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis
Albrechtsplatz 6, 06844 Dessau
Tel.0340/661270,
Internet:
www.stejh.de/Integration

 

Projektinitiative „Wir mit Euch“ e.V.
Dessauer Bündnis gegen Rechtsextremismus
Raguhnerstr. 14, 06842 Dessau
Tel. 0340/8505212

 

Redaktion

Christiane Christoph
Eine Welt e.V.
Johannisstr. 18, 06844 Dessau
Tel: 0340 / 2303534
eine-welt-ev-dessau@web.de ChristianeChristoph@hotmail.com
www.eine-welt-dessau.de

Liebe LeserInnen,
Für die Zukunft setze ich große Hoffnungen in das wieder entstehende Eine Welt Netzwerk. Auch wenn es für manche sowieso schon überbelastete Gruppen nach noch mehr Arbeit aussieht, hoffe ich doch auf eine gute Zusammenarbeit. Wenn jeder nur ein bisschen dazu tut, dann können wir zusammen Potenzial schaffen, von dem bald alle viel Nutzen haben. Dazu gehören viele aktuelle Informationen, Beratungen, Arbeitserleichterungen und gemeinsame öffentlichkeitswirksamere Aktionen.
Dieser Rundbrief ist ein Teil davon. Deshalb, wer etwas zu sagen hat, dass alle angeht und wichtig und interessant ist, kann seine Beiträge an uns senden.
Ich wünsche Ihnen / Euch allen einen schönen sonnigen Herbst.

 

Wenn auch Sie den Regionalbrief unterstützen möchten, bitte ich um Überweisung auf das Konto des Vereins, bei der Stadtsparkasse Dessau, 
Kto. 372 00 277, BLZ 8005 35 72.

"Fair"
» wird zum Quartalsbeginn in den Regionen Köthen, Bernburg, Zerbst, Coswig, Wittenberg,
   Dessau- Roßlau, Wolfen und Bitterfeld in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Bibliotheken,
   Freizeittreffs und allen Gemeinden der Evangelischen Landeskirche Anhalt ausgelegt.
» erscheint mit freundlicher Unterstützung des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED)
   und der Stadt Dessau/Umweltamt.
» Die inhaltliche Gestaltung erfolgt ebenfalls mit freundlicher Unterstützung des EED
   sowie der Stiftung "Nord-Süd-Brücken".
» wird auf 100% Altpapier gedruckt.

Layout: CAD Büro Wolfgang Seymer, Dessau